Oldenburg unter dänischer Flagge

Nach dem Ableben von Graf Anton Günther folgten die Dänen

Oldenburg unter dänischer Flagge, administrativ wurde ab 1667 das Territorium Oldenburg durch die Deutsche Kanzlei, die Tyske Kancelli in Kopenhagen gelenkt. Die Kanzlei war in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert für die Herzogtümer Schleswig und Holstein zuständige Verwaltungsbehörde des Königreichs Dänemark mit Sitz in Kopenhagen. Wir erinnern uns, Graf Christian von Oldenburg wurde im Jahr 1448 König von Dänemark und übernahm 1460 die Herzogschaft von Schleswig und die Grafschaft von Holstein.

Seit 1676 war nach einigen zähen Verhandlungen klar, dass das dänische Königshaus den Alleinbesitz der Grafschaften in Oldenburg innehatte und Statthalter einsetze, diese Vertreter der Herrschenden aus Dänemark waren von nun an, für die Untertanen zuständig.

Oldenburg ist PFL

Die Zeit von 1667 bis 1773 ging auch als die ,,Dänenzeit“ in die Bücher ein. Nicht die beste Zeit, da auch die dänische Administrative, die schwere Pestseuche im Jahr 1668 nicht von der Stadt fernhalten konnte, in diesem Jahr ereilte der schwarze Tod ein weiteres Mal die Region und die Stadt.

Die Pest allein sollte nicht reichen, unglücklicherweise flammte im Jahr 1676 ein Großbrand, der durch ein heftiges Gewitter ausgelöst wurde, drei Blitze sollen die Kraft gehabt haben, um große Teile der Stadt in Rauch und Asche zu hüllen, die Stadt war niedergebrannt und somit unbewohnbar. Es wurde dokumentiert das über 700 Häuser niederbrannten, nur das damalige Rathaus, die Lambertikirche und das Schloss wurden von den lodernden Flammen verschont. Was folgte, war der Wiederaufbau der Infrastruktur der Stadt. Häuser mussten her, um den in Oldenburg lebenden Menschen, wieder eine gerechte Lebensgrundlage zu ermöglichen.

Oldenburg ist Schloss

In der Zeit des Aufbaus, mussten die Bewohner zu Verwandten und Freunden in die Region rund um Oldenburg ziehen, es gab seinerzeit weder Versicherungen noch Hilfe von der Regierung. Nach dem Brand verfrachtete man alle Kunstgegenstände nach Dänemark, dass Schloss und die Stadt verfielen zusehend. Der mühsame Wiederaufbau dauert mehrere Jahrzehnte, da die dänische Krone kaum Unterstützung leistete. Aufgrund dieser Zustände sank die Einwohnerzahl in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf gute 3000 Menschen.

Einen wichtigen Punkt gestand die dänische Krone Oldenburg noch zu, es wurden massive Festungsanlagen rundum Oldenburg gebaut, die militärische Nutzung der Stadt war für die Dänen wohl von höherer Bedeutung, die Stadt sollte als militärischer Vorposten dienen. In der Gegenwart kennen wir, die alten Festungsanlagen als Wallanlage und gehen dort gern spazieren. Damit dieses Bauwerk überhaupt realisiert werden konnte, wurden die Bewohner der Stadt und aus dem naheliegenden Umfeld zur Zwangsbaumaßnahme herangezogen.

Oldenburger Geschichte Teil 2

Oldenburg ist Hafen

 

 

 

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