World Press Photo 2017

Oldenburg ist ... World Press Photo

World Press Photo 2017 Oldenburg

Die Ausstellung World Press Photo 2017 im Oldenburg Schloss vom 17. Februar bis 11. März 2018, ist ein echtes Highlight in der Welt der Fotografie.

 

Die teils wagemutigen Bildjournalisten riskieren viel um mit ihren Bildern Dinge und Situationen als Zeitdokument festzuhalten und viele Menschen damit zu berühren und auch zu informieren. Der Bildjournalismus ist ein enorm wichtiges und mächtiges Medium, welches eine hohe Anerkennung erfährt. Oldenburg ist zum dritten Mal mit diesem Leuchtturm Projekt beschenkt worden, die Ausstellung zieht viele interessierte Menschen nach Oldenburg, um die beeindruckenden Fotos zu sehen.

Oldenburg ist … hat sich mit dem Initiator Claus Spitzer-Ewersmann unterhalten.

 

Rückblick auf die Ausstellung im Jahre 2016 – Matthias Knust Fotograf aus Oldenburg.

World Press Photo 2016

Die renomierte World Press Photo 2016 Ausstellung ist nach 2016 zum zweiten im Oldenburger Schloss zu sehen, wie schon im letzten Jahr wird auch dieses Jahr diese große Fotoausstellung von den Oldenburgern gut angenommen, so mein Gefühl.

Der Einladung der -Guten Adressen- aus Oldenburg folgte ich, um mir die aktuellen Bilder in Ruhe mit interessierten Menschen anzusehen mit Erfolg, die Bilder brennen vor Leidenschaft und Informationsflut. Geflasht, bin ich grundsätzlich bei derartigen Zeitdokumenten.

Wenn man durch die Räumlichkeiten des Schlosses geht, unternimmt man eine Reise der Gefühle. Eine Reise, die Schönheit und pure Gewalt am Menschen und seiner Umwelt dokumentiert und gnadenlos ohne Filter zeigt. Ich stehe derartigen Bildern gern gegenüber, weil sie mich abholen und in die Situation eintauchen lassen, man steht praktisch im Geschehen, nur eine Glaslinse liegt zwischen dem fotografischen Produkt einem Zeitdokument, welches die Realität spiegelt und weit entfernten Menschen, die blanke Wahrheit vor die Augen hält, es bleibt zu hoffen, dass die Gäste die Emotionen und Botschaften mitnehmen und in zukünftiges Denken einfließen lassen. Ich stelle mich grundsätzlich mit schulterbreit aufgestellten Beinen in die Mitte eines Bildes, um mich zu erden und lass es langsam auf mich wirken, nach gut einer Minute nimmt die Fotografie mich gefangen oder nicht, folgend meine persönlichen Favoriten dieser Ausstellung. Die folgende Darstellung ist keine Wertung, diese Bilder haben mich am meisten berührt und emotional angefasst, nehmt diese Darstellung als Anreiz, die Ausstellung im Oldenburger Schloss zu besuchen, damit ihr die Bilder vor Augen bekommt.

Erst auf den zweiten Blick fand ich einen Zugang zu den Bildern von Kazuma Obara, ich habe sie aus der Ferne nicht verstanden, erst als ich näher heranging und mir die Geschichte dazu durchlas, begriff ich die Tragweite. Obara benutzte Farbfilme, die vor 1990 in Prypjat nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl gefunden wurden. Durch die Strahlung haben die Filme einen weißen Schleier erhalten, Obara musste experimentieren und nicht dazugehörige Chemikalien zur Entwicklung nutzen, der Look der Fotografien spricht eine deutliche Sprache.

Oldenburg ist... World Press Photo

Gnadenlos brutal finde ich das Goldgräberfoto von Matjaz Krivic. Er lichtete einen Goldgräber in Burkina Faso ab. Der Mann ist gezeichnet von der harten Arbeit und dem ständigen Staub. Quecksilber und Cyanid werden frei und unbekümmert benutzt, er ist diesen chemischen Elementen und den Salzen beim Herauslösen des Goldes ausgesetzt, ohne Schutzanzug  und Atemschutz.

Oldenburg ist... World Press Photo

Christian Bobst zeigt Ringkämpfer im Senegal, hier geht es um Prestige und Wohlstand. Diese Ringkämpfe bringen den Gewinnern Sponsoren und über diesen Weg einen gewissen Reichtum, wie auch immer dieser zu sehen ist. Eine Chance ein Leben in Würde zu leben.

Oldenburg ist... World Press Photo

Das Reiterbild von Brent Stirton hat mich am meisten festgehalten, die Kraft und die Aussage hat mich beeindruckt. Die Story hinter den Bildern ist der Elfenbeinkrieg im Zakouma National-Park im Tschad. Explosiv in meinen Augen.

Oldenburg ist... World Press Photo

Fantastisch hat es Anuar Patjane Floriuk gelöst. Eine Unterwasserfotografie von einem Buckelwal und einen Neugeborenen, ringsherum zwölf Taucher, die ebenfalls Fotos machen. Das Bild wirkte auf mich im ersten Moment wie eine fantastische digitale Montage, was sich nach genauem Hinsehen als falsche Wahrnehmung herausstellte. Es gibt weitere sehr gute Fotos zu sehen, die ebenfalls stark beeindrucken, mein Tipp besucht diese Ausstellung und saugt die Bilder auf, es lohnt sich.

Oldenburg ist... World Press Photo

 

Written by Matthias Knust